Stimmen aus der lokalen Presse

In der lokalen Presse sind viele Artikel erschienen und wir geben einige davon wider. Neben Ungenauigkeiten und freien Auslegungen sind auch einige interessante Zeugnisse. Die Heilungen sind nicht durch ärztliche Atteste belegt, weshalb die Ereignisse mit Vorsicht aufgenommen werden müssen.

Einige Zeugnisse jedoch, von sehr bekannten Persönlichkeiten, scheinen zuverlässig zu sein.

Aus "Alto Adige" vom 21.8.1996

«Toni der Heiler?»

Franz Demetz, Exponent der SVP, Assessor der Provinz Bozen und für die Dauer von zehn Jahren Bürgermeister von St. Christina, hält kurz inne, dann fällt ihm der Name ein. «Ja sicher, ich erinnere mich - gibt Demetz zu - wie könnte ich mich seiner nicht erinnern?»
Stimmt es, daß er sie geheilt hat?
«Seit Jahren hatte ich große Schmerzen am Rücken. Bei Wetterumschlag wurden die Schmerzen stärker. Eines Tages, drei oder vier Jahre sind es her, kam Toni in mein Hotel: ich hatte große Schmerzen. Er sagte, daß er mir helfen könne. Ich war skeptisch, da er kein Arzt ist, sondern Vertreter von Tiefkühlprodukten. Ich fragte ihn, was ich tun solle, und er empfahl mir, die Madonna zu bitten.
Es zu versuchen kostete mir im Grunde nichts. «Ich bin Katholik und konnte problemlos beten. Toni hat mir unterdessen die Hände auf den Rücken gelegt, auf die Stelle, die mich schmerzte, und hat die Madonna angerufen.»
«Ich weiß nicht, was passierte - erklärte Demetz - ich weiß nicht, ob man von Heilung sprechen kann. Sicher ist jedoch, daß ich eine wohlige Wärme spürte, und seitdem ist der Schmerz weg. Eigenartig, nicht?» Wußten Sie, daß diesem Heiler die Madonna in Siebeneich erschienen ist?
«Es war mir nicht bekannt. Erst vor ein paar Tagen erfuhr ich davon im Fernsehen: man hat den Erscheinungsort in Siebeneich gezeigt. Dann haben sie zwei Bilder der Madonna gezeigt, und ich erinnerte mich, daß Toni eines Tages meiner Frau zwei Bilder der weinenden Madonna im Posterformat gebracht hatte.»

«Ja, es ist alles wahr. Toni, der Vertreter von Tiefkühlprodukten, hat mich nicht nur einmal, sondern zweimal geheilt: zuerst von Rückenschmerzen, von unbeschreiblichen Schmerzen, gegen die Medikamente nichts mehr ausrichteten, und dann von Herzbeschwerden.» Karl Laimer, Koch im Hotel "Nalserhof" in Nals, lachte vorerst darüber, jedoch heute ist er überzeugt, daß der Seher Toni heilende Hände hat.
Er, die Hauptperson der Heilungen, hat zwanzig Jahre lang geschwiegen, denn die Priester hatten ihm befohlen zu schweigen. Es sei viel zu riskant, der Welt zu erzählen, zehn Tage und Nächte lang mit Jesus gesprochen zu haben, für eine neue Evangelisation auserkoren zu sein, die Madonna im Wäldchen oben an der Romediusstraße in Siebeneich gesehen zu haben.
Er hat es versucht, und man stempelte ihn zum Narren. Unvermeidbar, und er weiß es: Er kann Prof. Basaglia, dem Vater des Gesetzes 180, danken, daß die Narrenhäuser abgeschafft wurden und ihm eine Internierung erspart blieb.
«Jetzt aber - so sagt er - habe ich mich entschlossen zu reden, und dann komme, was kommen muß. Es geht mir nicht darum, bekannt zu werden, das interessiert mich nicht, aber ich will, daß die Welt davon erfährt, auch wenn viele lachen werden. Die Journalisten haben den Erscheinungsort gefunden, so ist Schweigen sinnlos.»
Der Seher besteht aber auf eine Bedingung: die Anonymität bewahren. Viele kennen ihn, von ihm weiß man aber wenig: für alle ist er der Herr Toni, 60 Jahre alt, Vertreter von Tiefkühlerzeugnissen in Pension. Er wohnt in Bozen, will man ihm jedoch begegnen, muß man nach Siebeneich kommen: an jedem Tag des Jahres, von zwei bis drei Uhr nachmittags, findet man ihn dort beim Gebet, wo ihm die Madonna am 27. September 1992 erschienen ist.
«Vor zwanzig Jahren - erzählt er - hat Jesus mit mir gesprochen, ich war im Jenseits und konnte sehen, wie wundervoll das ist. Jesus hat mich für eine neue Evangelisation der Welt ausgesucht, wo ich doch 25 Jahre lang der Kirche fern geblieben bin, und mein Leben hat sich von dem Tag an radikal geändert: weder Geld, noch Häuser, noch Autos, interessieren mich.»
Und die Heilungen?
«Ich könnte eine Reihe von Fällen aufzählen - sagt der Seher - wo ich die Hände auflegt und gebetet habe, und Jesus hat geheilt.» Die Geheilten zählen zu allen drei ethnischen Sprachgruppen: Italiener, Deutsche und Ladiner, was sicher die Befürworter des Zusammenlebens freuen wird.
«Einer - erinnert er sich - ist ein Politiker, ein wichtiger Mann innerhalb der Volkspartei: er heißt Franz Demetz und ist ehemaliger Bürgermeister von St. Christina. Ich kenne ihn seit vielen Jahren, weil ich zu seinem Hotel kam - es heißt "Villa Pallua" - um dort Tiefkühlprodukte zu verkaufen.»
Welche Beschwerden hatte dieser?
«Er litt an unerträglichen Rückenschmerzen. Eines Tages sah ich ihn mit meinen Augen: er war vor Schmerz gebeugt. Ich hatte tiefes Mitleid mit ihm und versuchte, ihm zu helfen. Anfangs war er ein wenig skeptisch, dann ließ er mich machen. Ich habe ihm die Hände auf den Rücken gelegt und Jesus angerufen: "Ich bitte Dich, zeige Deine Kraft und Herrlichkeit. Ehre sei dem Vater, dem Sohne und dem Heiligen Geist, wie am Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen." Der Schmerz war plötzlich verschwunden.»
Ein weiterer Fall in St. Christina. Die Inhaberin eines bekannten Hotels hatte starke Schmerzen an den Kniegelenken, die sie teils gehunfähig machten. Toni hat sie immer bei ein und derselben Gelegenheit kennen gelernt: er kam zu ihrem Hotel zum Verkauf von Tiefkühlprodukten. «Ich will nicht, daß mein Name publik wird - sagt die Frau - aber es ist alles wahr: der Toni hat mich geheilt. Ich habe keine Schmerzen mehr gehabt. Außer meinem Fall gibt es noch weitere.»
Der Heiler und Seher erzählt auch von jener Hotelbesitzerin von Schenna, die an einem Hals-Polypen litt: Die Ärzte machten sie darauf aufmerksam, daß sie operiert werden müsse. Er hat auch sie geheilt.
«Als sie in die Klinik kam, um sich der Operation zu unterziehen - erklärt er - konnten die Ärzte ihren Augen nicht trauen: der Polyp war weg. Verschwunden. Dann gibt es noch die Geschichte mit dem Jungen aus Kaltern, Sohn des Besitzers vom Hotel "Zum Turm", eine unglaubliche Sache.»
Wurde auch dieser geheilt?
«Eines Tages kam ich in das Hotel, die Mutter erzählte mir, der Sohn habe starkes Kopfweh: sehr starke Schmerzen. Er hatte die ganze Nacht hindurch im Keller wegen einer Überschwemmung Wasser schöpfen müssen, und der Schmerz wurde stärker; auch die Stirn war angeschwollen.
Ich hatte großes Erbarmen mit dem Jungen: ich legte meine Hände auf sein Haupt, rief den Herrn an, und er wurde geheilt. Auch die Schwellung war weg.»
Siegfried, der Geheilte, gibt zu: «Als er mir die Hände auflegte, verspürte ich eine starke Wärme im Kopf, dann ist der Schmerz einer chronischen Nebenhöhlenentzündung verschwunden. Der Kopfschmerz kommt ein, zweimal im Jahr wieder, nicht öfter. Früher war Kopfweh mein ständiger Begleiter.»
Wehe, wenn man den Seher nach der Bezahlung fragt, um geheilt zu werden, ist er beleidigt: «Selbstverständlich nichts. Ihr dürft nicht mir danken, sondern der Madonna, die mir in Siebeneich erschienen ist. Auch das Wasser des Baches, der von Jenesien herabfließt, hat Heilwirkung.» Toni hat keine Zweifel: es hat hoffnungslose Kranke geheilt, wie jenen Buben aus Lana, der wegen eines Gehirntumors zum Tode verurteilt war. «Die Ärzte - erinnert sich der Seher - gaben ihm noch drei Monate. Seine Mutter hatte nicht aufgegeben. Sie hat ihn nach Siebeneich gebracht, er hat ihn mit dem Wasser des Baches benetzt, und gemeinsam haben wir gebetet. Er ist geheilt.» Wer ist es, wie heißt er?
«Ich frage nie nach dem Namen oder der Adresse der Personen, die die Madonna heilt. Ich weiß nur, daß es dem Jungen heute gut geht, und das genügt mir.»

(Artikel von Antonella Mattioli - "Alto Adige" 21.8.1996)